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Position: Krieg im Nahen Osten

Im Nahen Osten ist nach wie vor Krieg. Kann man in einer Zeit, in der
täglich tausende Menschen, darunter unzählige Zivilisten, in
kriegerischen Auseinandersetzungen sterben überhaupt ruhigen Gewissens
Kunst und Kultur machen?

Es fällt uns allen schwer, uns in diesen Tagen auf Kunst, Kultur und
Musik zu konzentrieren. Zu sehr überschatten die Ereignisse im Nahen
Osten unser Leben – das Feinsinnige und Schöngeistige tritt in den
Hintergrund, wenn es für viele Frauen, Männer und Kinder um ihr Leben,
ihre Gesundheit und ihr weniges Hab und Gut geht. Im Golf-Krieg Anfang
der 90er Jahre wurden uns anfangs im Fernsehen Bilder eines Krieges
gezeigt, denen zufolge ausschließlich strategisch bedeutsame Ziele
angegriffen wurden. Wir haben damals erst viel später gesehen, wie viel
Leid über die Menschen gekommen ist und ich befürchte, wir werden auch
diesmal wieder erst später erfahren, was der Krieg angerichtet hat. Es
werden unzählige Opfer zu beklagen sein. Und das es diese Opfer schon
gibt oder noch geben wird ist nicht die Folge eines unabwendbaren
Schicksals, etwa einer Naturkatastrophe, die nicht zu beeinflussen ist.
Nein, es ist die Folge von Entscheidungen von Staatsoberhäuptern, die
sich auf beiden Seiten als unfähig oder unwillig erwiesen haben,
Konflikte mit nicht kriegerischen Mitteln zu bewältigen.

Ich wünschte wir wären zu Beginn des 3. Jahrtausends auf einer Stufe
der Kultur angelangt, in der Krieg kein Mittel der Auseinandersetzung
und Konfliktbewältigung mehr ist. Insoweit setze ich vor allem auf die
jungen Menschen unter uns, dass es ihnen gelingt, einen Schritt weiter
auf dem Weg zu einer friedlicheren Welt zu kommen.

Die Voraussetzungen dafür sind bei den jungen Künstlerinnen und
Künstlern ideal. Musik ist rund um den Globus verbreitet, ist sozusagen
eine internationale Sprache, die überall in unserer Welt gesprochen
wird. Insofern kann Musik ein sehr gutes Instrument für internationale
Verständigung, für interkulturelle Kontakte darstellen. Ich weiß, dass
viele Musikschulen unseres Landes diese Chance nutzen und eine
Begegnung der Kulturen fördern, den Austausch mit Musikschulen in
anderen Ländern pflegen.
Musik verbindet Menschen überall auf der Erde. Ob Klassik, Jazz oder
Rock und Pop – Musik hat nie etwas Trennendes sondern immer etwas
Gemeinsames und Verbindendes. Junge Menschen, die eine weltweit
gemeinsame Sprache sprechen – das ist unsere Zukunft, auf die wir bauen
sollten.

 

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